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Alles, was Du über Gin wissen musst

Gin, die Spirituose mit deutlicher Wacholdernote, deren Geschichte bis in das 17. Jahrhundert des britischen Königreichs zurückreicht, ist als eine der großen Basisspirituosen auch heute noch in vielen bekannten Cocktails, wie dem Martini Cocktail, dem Gin Basil Smash oder natürlich dem Gin & Tonic enthalten.

Wie schmeckt Gin?

Verschiedene Zutaten prägen den charakteristischen Geschmack von Gin: vordergründig schmeckt er nach Wacholder, doch auch Aromen der Zitrone, Orangenschalen, Ingwer, Koriander oder Süßholzwurzel finden ihren Platz in der klaren Spirituose. 

Es gibt verschiedene Verfahren, um Gin herzustellen, alle basieren auf dem gleichen Prinzip: neutraler Alkohol, meist gewonnen aus der Destillation von Getreide, wird mittels verschiedener sogenannter Botanicals - Kräuter, Pflanzen, Gewürze oder auch Früchte – aromatisiert. Laut EU Regularien muss dabei die Wacholdernote dominieren und das fertige Produkt zwischen 37,5% und 63% vol. Alk. enthalten.

Die verschiedenen Arten von Gin

Die Botanicals und Essenzen werden dem Neutralalkohol hinzugefügt, es findet keine zusätzliche Destillation statt. Eine sehr einfache und günstige Produktion. Dieses Herstellungsverfahren ist vor allem bei jenen beliebt, die selbst versuchen wollen, Gin herzustellen. Da sich der Geschmack oft ändert, wird Compound Gin kaum in Läden verkauft, da es fast unmöglich ist, immer den selben Geschmack zu wahren.

Die Botanicals werden einem zusätzlichen Destillationsschritt unterzogen, danach folgt nur noch Wasserzugabe oder Filtration, jedoch kein geschmacksgebender Herstellungsschritt mehr. Auf dem Flaschenlabel ist nicht immer direkt ersichtlich, ob es sich um einen Distilled oder Compound Gin handelt. Nur eine Hand voll Hersteller schreibt sich „Distilled“ auf die Flasche. Allerdings hat man hierfür zwei andere Indikatoren: Dry und London. Steht mindestens eines der  beiden Begriffe auf der Flasche, gehört der Gin zum „Distilled“-Segment.

London Dry Gin stellt keine Herkunftsbezeichnung dar, für diesen Typ Gin gelten die strengsten Produktionsvorschriften im Segment. Zusätzlich zu den Vorschriften der „Distilled Gins" darf hier ein Zuckerzusatz von 0,1 g je 1 Liter Destillat nicht überschritten werden. Ferner dürfen keine Farbstoffe zugegeben werden.

Über die Herstellung von Gin 

Da sich Gin also weniger auf seine Herkunft oder Lagerung bezieht, liegt das Augenmerk vor allem auf dem Produktionsprozess, speziell der Extraktion der Botanicals. Dafür entwickelten einige Hersteller über die Jahre raffinierte Techniken: Aromen im Gin: Ingwer, Zitrone und Wacholder 

Mazeration 

Der Reinalkohol wird zunächst mit Wasser verdünnt. Im Anschluss werden die Botanicals in das Wasser-Alkohol-Gemisch zum Einweichen gegeben. Jetzt löst das Gemisch langsam die Aromen aus den Pflanzen und Kräutern heraus und sorgt für einen angenehmen Geschmack. Eine sehr kostengünstige Methode. 

Dampfinfusion 

Die Botanicals liegen in einem Korb, der über dem zu erhitzenden Alkohol hängt. Der entstehende Dampf extrahiert die Aromen somit sehr schonend. 

Kaltdestillation 

Je höher der Druck, desto niedriger der Siedepunkt bei dem der Alkohol beginnt zu verdampfen. Dies lässt sich bis in den Gefrierbereich verfolgen und sorgt so aufgrund der fehlenden Hitze für eine besonders intensive Aromatik des Gins. Der umfangreiche technische Aufwand dieser Destillation schlägt sich natürlich auch im sehr hohen Preis des Gins wieder und ist dadurch recht selten im Handel zu finden.