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Wissen

Das steckt hinter der Mehrwertsteuer für Getränke

Sie haben es bestimmt schon gehört: Die Mehrwertsteuer wird im Rahmen der Coronakrise bis zum Jahresende gesenkt. Der reguläre Prozentsatz von 19 Prozent sinkt auf 16 Prozent, der ermäßigte Prozentsatz sinkt von 7 auf 5 Prozent. Aber warum gibt es überhaupt zwei verschiedene Mehrwertsteuersätze? Wie macht sich das beim Getränkekauf bemerkbar?

Darum gibt es zwei verschiedene Mehrwertsteuersätze:

Schon seit der Erschaffung der Mehrwertsteuer gibt es den sogenannten regulären und den ermäßigten Steuersatz. Vor mehr als 50 Jahren wurde bestimmt, dass Güter des Grundbedarfs günstiger sein sollten. Deshalb sind Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Milchprodukte oder auch Fleisch in Deutschland mit dem niedrigeren Steuersatz von 7 % beziehungsweise 5 % besteuert. Getränke zählen leider in der Regel nicht zum Grundbedarf. Sie müssen also auf Cola, Mineralwasser und Säfte den erhöhten Steuersatz von 19 % beziehungsweise 16 % in Coronazeiten zahlen.

Aber Ausnahmen bestätigen die Regel, denn manche Getränke sind auch mit dem niedrigeren Steuersatz besteuert. Das gilt zum Beispiel für:

  • Natürliches Wasser 

  • Milch

  • Milchmischgetränke mit mindestens 75 Prozent Milchanteil

Der Grund ist, dass diese Getränke noch zu den Grundnahrungsmitteln zählen und deshalb günstiger sein sollen. Werden diese aber weiterverarbeitet, zum Beispiel zu Sprudel, Kaffee oder Saft, wird wieder der reguläre Steuersatz angewendet. Wieviel Mehrwertsteuer Sie genau gezahlt haben, erkennen Sie übrigens auf Ihrer Einkaufsrechnung. Dort sehen Sie, welche Summe Ihres Kaufbetrages als Mehrwertsteuer abgezogen wird – und ob Sie den regulären oder den ermäßigten Steuersatz gezahlt haben. 

Für welche Getränke zahle ich eine Genussmittelsteuer?

Bei Wein, Bier oder weiteren Spirituosen kommt außerdem die sogenannte Genussmittelsteuer zum Einsatz. Diese wird zusätzlich zur Mehrwertsteuer erhoben und ist dementsprechend nicht von der Senkung während der Coronakrise betroffen. Bei der Genussmittelsteuer gibt es, je nach Getränk, verschiedene Formen der Steuer: 

  • Alkopopsteuer
    Die Alkopopsteuer wird nach Alkoholgehalt gezahlt: pro Liter Alkohol werden 55 Euro Steuern abgezogen. Das sind für eine 0,25-Liter-Flasche mit einem Alkoholgehalt von 5,5 Prozent insgesamt 75 Cent. Sie wurde 2004 eingeführt, da das süße aber alkoholreiche Getränk zu der Zeit besonders bei Jugendlichen beliebt war – nach der neuen Besteuerung deutlich weniger.

  • Zwischenerzeugnissteuer
    Zwischenerzeugnisse sind alle alkoholischen Getränke, die zwischen Wein und Schnaps liegen und maximal 22 Prozent Alkohol haben – Portwein oder Sherry zum Beispiel. Die Zwischenerzeugnissteuer liegt zwischen 1,02 und 1,53 Euro pro Liter.

  • Schaumweinsteuer
    Die Schaumweinsteuer gilt zum Beispiel für Sekt. Bei einer 0,75-Liter-Flasche müssen 1,02 Euro Steuern gezahlt werden.

  • Biersteuer
    Die Biersteuer richtet sich nach dem Stammwürzegehalt. Viele Biere liegen bei 12 Prozent, die Steuer beträgt dann bei einer 0,5-Liter-Flasche 4,7 Cent. 

  • Branntweinsteuer
    Hoher Steuersatz auf Hochprozentiges: Die Branntweinsteuer gilt für Spirituosen wie Rum, Likör oder Korn. Pro Liter Alkohol sind 13,03 Euro Steuern fällig. Das macht bei einer 0,7-Liter-Flasche mit 40 Prozent Alkohol insgesamt 3,65 Euro an Steuern.

Anders als die Mehrwertsteuer wird die Genussmittelsteuer nicht separat auf der Rechnung ausgewiesen. Das ist für Sie nicht weiter problematisch, denn die jeweilige Steuer ist, wie auch die Mehrwertsteuer, schon direkt im ausgeschilderten Preis inbegriffen. So können Sie Ihr Glas Wein auch ohne Zahlenspiele genießen.

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